Welcome to Hell

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Welcome to Hell

Beitrag von Sayo am Do Apr 19, 2018 10:28 pm

Das Leben in dieser fast schon postapokalyptischen Umgebung war manchmal recht hart und vielleicht sollte es hier schon garkein Leben mehr geben. Aber es gab es und deswegen mussten sich die Verantwortlichen auf der neuen Erde auch um die Menschen hier kümmern. Ab und an gab es ein paar Lebensmittellieferungen und die niemals müden Versprechen, dass man die Überlebenden hier abholen würde. Auf dieses Versprechen bauten die Screamers und hatten sich inzwischen soweit entwickelt, dass sie unter den Menschen garnicht mehr groß auffielen.
Colonel Hendricksson war es vor einigen Jahren gelungen von diesem Planeten mit dem letzten funktionierenden Notfallshuttle zu fliehen und mit ihm an Board ein Screamer Type2 in Form eines harmlosen Teddybären. Ob er jemals die neue Erde erreicht hatte und sich dort replizieren konnte, wusste Ryanna nicht. Das war viele Jahre vor ihrer Zeit. Ihre Existenz hier begann mit dem Absturz eines kleinen Transporters, aus dem sie als scheinbar einzige Überlebende hervorging. Seither lebte sie mit den anderen Menschen in einem der riesigen Bunkeranlagen, die das Leben vor den Screamers schützen sollte. Wie unnütz dieser Schutz war wusste die Maschine, doch sagen konnte sie es unmöglich.

Heute war es wieder einmal soweit und ein klumpen Metall war vom Himmel gestürzt und unweit der Schutzanlage in die Bäume gebrochen. Zusammen mit Cpt Miller und seinem ersten Offizier eilte Rya zu der Absturzstelle um vielleicht noch einen Überlebenden bergen zu können. Ob die beiden Männer wirklich beim Militär waren interessierte sie nicht, man lebte als Gemeinschaft.
Aus dem Wrack drangen klagende Laute, welche klar von einem Menschen stammten. Die drei Bewohner des Planenten beeilten sich, den Mann aus den Trümmern zu befreien und noch ehe man sich seine Wunden ansah, packte Ryanna sein Handgelenk. "Ihre Hand!", sagte sie harsch und schob den Ärmel ein wenig nach oben um ihn ein schwarzes Armband anzulegen, welches einen kleinen Monitor und ein Touchscreen aufwies. Hastig drückte sie darauf rum, während der kleine Minicomputer immer wieder ein nerviges Piepsen von sich gab. Als in einiger Entfernung ein markerschütterndes Kreischen aufkam, welches an eine alte Kreissäge erinnerte, geriet die junge Frau in Hektik und beeilte sich sichtlich unter dem wachsamen Auge der Männer, die mit ihren Gewehren auf die karge Umgebung zielte. "Mach schon Logan, sonst können wir ihn in Stücken zurückbringen!", drängte einer der Männer und schoss auf einen kleinen Hügel, der sich zu bewegen schien.

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Re: Welcome to Hell

Beitrag von Admin am Fr Apr 20, 2018 10:00 pm

Es war seltsam, wie schnell Menschen plötzlich zu fremden Personen werden konnten. Als Charlie Parker an die Seite von Alice Hover trat und einen Kaffeebecher in die Wandhalterung steckte, sagte sie kein Wort. Der Offizier drückte ein paar Tasten für einen extra starken Kaffee und warf dabei einen Seitenblick zu der Frau rüber.
"Wie lange willst du mich noch ignorieren?", fragte der Offizier dann mit gedämpfter Stimme nach und beobachtete dabei wie der Kaffee in die Tasse floß. Die Frau schnaubte leise.
"Solange wie es nur geht, Sir", antwortete sie knurrend und drehte sich dann herum um zu gehen. Sie hatte explizit das Sir ausgesprochen, um ihm noch einmal deutlich zu machen, dass sie derzeit kein Interesse besaß mit ihm zu sprechen. Charlie seufzte leise. Die Situation erinnerte ihn gerade stark an seine Ex-Frau, die sich irgendwann dafür entschlossen hatte, dass sie kein Wort mehr miteinander sprechen sollten. Der Offizier nahm den Kaffee und bewegte sich zurück zu seinem Platz. Alice saß nur zwei Plätze weiter entfernt, schien aber mehr damit beschäftigt ihn zu ignorieren als in seine Richtung zu schauen. Der Mann schüttelte leicht den Kopf und trank seinen Kaffee weiter. Vielleicht war ess ganz gut, dass sie auf Kriegsfuß waren. Ein Offizier mit einer Unteroffizierin würde niemals gut gehen. Abgesehen davon, dass es ihn den Rang kosten konnte. Für einen Moment blickte er noch zu der jungen Frau rüber und erinnerte sich an die Szene, die nicht länger als eine Woche entfernt war.

Charlie wartete auf dem Fahrstuhl und tippte dabei immer wieder Befehle auf dem Tablet ein. Es kamen ständig neue Statusupdates rein, die er bestätigen musste und weiterleiten. Als Kommandant eines Raumschiffes war man zu 90 % mit Bürokratie beschäftigt, zu 5 % mit Führung und die anderen 5 % waren Meetings. In den letzten Tagen war er besonderes gestresst gewesen und hatte wenig Zeit damit verbracht mit Crewmitgliedern persönlich zu sprechen. Es gab zwar immer wieder auftretende Probleme aber sein Co-Offizier kümmerte sich darum. Gerade als der Fahrstuhl aufging, schob sich eine Person unbemerkt an seine Seite. Es war Alice Hover. Die junge Unteroffizierin, die gerade Mal 162 cm groß war und mit ihren 21 Jahren auch deutlich für jünger gehalten werden konnte. Sie räusperte sich als sie bemerkte, dass sie nicht auffiel. Charlie hob seinen Kopf und senkte das Tablett. Ein leichtes Lächeln trat auf seine Lippen.
"Sergeant", begrüßte er sie.
"Sir, schön Sie zu sehen. Ich wollte Sie in Kenntnis setzen, dass es Probleme im Lager gibt."
Eine tiefe Falte schob sich auf die Stirn des Mannes.
"Probleme welcher Art?", fragte er und schaltete das Display des Tablets aus.
Die Sergeant beugte sich näher zu ihm. "Ich glaube unzüchtiges Verhalten, Sir." Dann beugte sie sich langsam wieder zurück, zwinkerte ihm zu und verschwand den Gang entlang. Für einen Moment starrte Charlie ihr hinterher bis er überhaupt verstand, was sie damit meinte. Er blickte auf seine Uhr und trat dann in den weiterhin geöffneten Fahrstuhl ein. Dann drückte er die Taste für die Lager.

Er drückte Alice gegen die Wand. Eine seiner Hände lag unterhalb ihres Schenkels und hielt dieses leicht nach oben gedrückt. Ihre Finger krallten sich hart in seinen Nacken hinein und hielten sich an ihm fest, während er seine Hüfte immer wieder gegen sie drückte. Während die Frau gar keine Hose mehr trug, hatte Charlie seine nur nach unten gezogen.
Alice stöhnte leise und schloss genießend ihre Augen. "Nimm mich härter, Charlie", flüsterte sie leise, fast schon flehend ihm entgegen. "Bitte."
Der Offizier drückte die Frau noch etwas fester gegen die Wand und kam ihrer bitte ohne weiteres nach.

Der Kopf von Parker dröhnte und wurde von einem lauten pfeienden Geräuschen begleitet. Noch fehlte ihm die Kraft seine bleiernd schweren Augenglieder zu öffnen, aber bereits jetzt schmerzte sein ganzer Körper. Ein leises Husten entrang sich seinen Lippen und er spürte ein penetranten Blutgeschmack im Mund. Seine Gedanken bewegten sich wie durch einen klebrigen Sumpf. Erst nach und nach kamen die Erinnerungen wieder. Nachdem er sich mit seinem Kaffee hingesetzt hatte und darüber nachdachte, wie er Alice wieder besänftigen konnte, kam die Durchsage das ein Sonnensturm auf sie zurauschte. Danach ging alles ziemlich schnell.
Charlie riss die Augen ruckartig auf. Er atmete schwerer und spürte einen starken Druck auf seiner Brust, der von den Gürteln kam der ihm im Sitz hielt. Sein halber Körper hing in der Luft. Ein beißender Gestank von verbrannten Fleisch und Gummi stieg ihm in die Nase, wodurch ihn unweigerlich schlecht wurde. Zusätzlich mischte sich ein merkwürdiger Blutgeschmack in seinen. Trotzdem versuchte er mühsam sich nach Alice umzusehen. An der Stelle wo sie saß, klaffte ein großes Loch. Das Heckteil war bei der Landung von dem Hauptschiff abgetrennt worden. Charlie blinzelte leicht und spürte wie etwas Blut über seine Stirnseite ran. Es tropfte zu Boden. Umständlich drückte er mit den Fingern auf den Gurt herum. Im nächsten Moment fiel er fast 3 m tief und prallte wie ein Stein auf den Boden auf. Seine Füße hielten sein Gewicht derzeit nicht stand. Ein pochender Schmerz zog durch seine Schulter, was ihn unweigerlich laut aufstöhnen ließ. Für ein paar Sekunden rang er schwer nach Luft und krümmte sich etwas zusammen bis der Schmerz etwas nachließ. Mit spitzen Fingern befühlte er seine Schulter und berührte bald schon einen schwarzen Metallsplitter der Aushüllen. Er rollte stöhnend mit den Augen.
"Natürlich... das fehlte noch", knurrte er und legte seinen Kopf kurz auf den Boden ab. Nach wie vor dröhnte er und ihm war leicht schwindelig, wenn er sich zu schnell bewegte. Er brauchte ein paar Sekunden um sich endlich zu fangen. Dann drückte er sich langsam nach oben und stemmte sich auf seine wackeligen Beine. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass das halbe Heckteil in die Erde gebohrt steckte einige Kilometer von dem Hauptteil entfernt. Ob die Crew noch lebte, wusste er nicht. Wie es wohl Alice ging? Der Offizier entschloss sich, dass er an die Unteroffizierin erst einmal nicht mehr denken sollte. Sie waren kein Paar gewesen, sondern besaßen nur eine Romanze. Hätte seine Ex-Frau von dieser Romanze gehört, hätte sie einfach den Kopf geschüttelt. Hauptsächlich weil die Soldatin so viel weniger alt war als er.

Lange konnte er auch nicht mehr über seine Situation nachdenken. Als er dumpfe Stimmen hörte, machte er sich mit leicht rauer Stimme auf sich aufmerksam. Über ihn knarrte das Stück-Metall das bisweilen verhinderte, dass er nach draußen treten konnte. Dann zerrten ein paar Männer ihn bereits nach draußen. Minuten später saß er auf einer Transportkiste, die aus dem Lager geschmissen wurde. Eine Frauenstimme forderte ihn dazu auf sein Handgelenk zu reichen. Er reagierte leicht verzögert auf sie, auch wenn er sich später fragen würde, warum er das überhaupt tat. Seine Augen richteten sich auf das Display, dass angezeigt wurde, während es zeitweise leicht vor seinen Augen verschwamm. Er blinzelte und hob dann den Blick zu der Frau.
"Wer sind ...?", brachte er als Begrüßung hervor, auch wenn seine Worte von einem kreischenden Geräusch unterbrochen wurde. Reflexartig zuckte er zusammen und starrte über die Schulter hinweg. Charlie war wohl einer von wenigen Leuten die überlebt hatten. Eine seiner Rippen war angeknackt, eine Gehirnerschütterung machte ihn das klardenken zur Hölle und der Metallsplitter musste schnellstmöglich aus der Schulter, damit er keine Sepsis bekam. Seine hellen Augen hoben sich an.
"Ich bin Major Charlie Parker", stellte er sich dann vor und zwang sich dazu mit fester Stimme zu sprechen. Sein Gesicht sprach dafür eine andere Sprache. Sie wirkten desorientiert, teilweise sahen sie sich immer wieder ziellos um als suche er etwas.


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Re: Welcome to Hell

Beitrag von Sayo am Fr Apr 20, 2018 10:43 pm

Das Armband funktionierte und gab ein letztes bestätigendes Piepsen von sich. Erst dann ließ Ryanna von ihm ab und blickte in die Richtung, in welche ihre Kameraden schossen. Man sah den Feind nicht, aber man hörte das grelle Kreischen. Lediglich einen kleinen Hügel, der circa 30cm aus dem Boden ragte und sich sehr schnell bewegte, konnte man ausmachen, wenn man denn wusste, auf was man achten musste.
„Und ich bin ihr Schutzengel.“, erwiderte sie trocken, als der Bruchpilot sich vorstellte. „Wieviele Leute waren an Board?“, fragte sie weiter, denn das hatte jetzt Priorität. Er konnte unmöglich allein unterwegs gewesen sein und wenn er nun der einzige Überlebende sein sollte, war das schon bitter.
Die beiden Soldaten erledigten das kreischende Wesen, welches sich direkt auf sie zubewegt hatte und einer von ihnen gab Ryan das Gewehr um sich erstmal grob um die Verletzungen des Major zu kümmern. Immer wieder trat das nervige Geräusch auf und fokussierte das gesamte Absturzgebiet, so das feststand, dass es noch weitere Überlebende geben musste. Die junge Frau und der Captain rannten los zu dem abgetrennten Wrackteil, auf das sich inzwischen mehrere Screamer zubewegten. Das Kreischen nahm ohrenbetäubende Ausmaße an und nur mehrere gezielte Schüsse konnten hin und wieder einen erledigen oder zum abdrehen bewegen. Zuerst erreichte der Mann das Wrack und Ryanna sicherte die Umgebung. Kaum hatte er den Rumpf betreten kam eine junge, kleine Frau herausgestürzt, verletzt, panisch und total verwirrt. Sie taumelte und Rya versuchte sie zu stützen, doch die Verletzte drängte sie weg und versuchte zu dem Major zu kommen. „Bleiben sie hier!“, schrie die Schwarzhaarige im Befehlston, doch diesen schien sie garnicht wahrzunehmen. Die Screamer witterten ihre Chance und auch wenn Rya versuchte soviel wie möglich abzuwenden, doch gegen die Übermacht mehrerer Screamer war auch sie machtlos. Eine der tödlichen Maschinen sprang flach aus der Erde und durchtrennte das Wadenbein der Frau und brachte sie so zu Fall. Ein gellender Schrei erklang und ein Schuss traf einen weiteren Angreifer, der gerade auf ihren Kopf zudrängte. Doch kaum war das Metall getroffen, schnitt ein zweiter durch ihren Oberarm und brachte das Blutbad so erst richtig zum laufen. Der zweite Arm, das Bein, der Rumpf. Eins nach dem Anderen wurde von den Klingen zerschnitten und abgetrennt und ihr ganzer Körper in kleine Stücke zerteilt, welche eins nach dem Anderen in der Erde verschwand.
Logan eilte zurück zu dem Wrack, doch der Captain schüttelte nur den Kopf. „Keine Überlebenden hier!“, rief sie dem Dritten zu, der noch immer neben Parker stand und erst jetzt sein Armband kontrollierte. „Achten sie immer drauf, dass es aktiv ist. Logan wird es ihnen später erklären.“, gab er mit sanfter Stimme dem Neuankömmling zur Info. Augenscheinlich war der Soldat in den 40igern, doch seine Stimme klang wie die eines jungen Mannes, der gerade einmal die Volljährigkeit erreicht hatte.

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Re: Welcome to Hell

Beitrag von Admin am Fr Apr 20, 2018 11:13 pm

Die Frage der Personen drangen nur langsam an sein Gehirn. Im Moment fühlte sich Parker fast so als hätte er einen Geräuschschutz auf den Ohren der verhinderte, dass ihre Worte zu ihm drangen. Nach und nach hob er dann den Kopf, blinzelte und nickte etwas, auch wenn es keinerlei Grund zu haben schien.
"Es waren 8 Besatzungsmitglieder und 10 Passagierer", antwortete er. "Das hier ist nur ein abgetrenntes Stück davon. Er nickte mit dem Kopf in diese Richtung, spürte aber sofort einen leichten Schwindel aufflammen. Einer der Männer versuchte sich um seine Wunde zu kümmern in dem er ihm einen notbedürftigen Druckverband anlegte. Charlie hatte gelernt, dass es keinen Sinn machte so etwas zu verweigern, auch wenn es ihn stärkere Schmerzen bereitete. Im Augenwinkel erkannte er dann, wie sich etwas regte. Sein Blick manifestierte sich auf eine Person, die in seine Richtung lief. Der Major richtete sich auf, auch wenn seine Beine weich waren, so war er im Stande zu stehen.
"Alice", murmelte er überrascht. Gleichzeitig breitete sich aber auch eine gewisse Erleichterung aus. Lange blieb dieses beruhigte Gefühl jedoch nicht. Aus dem Boden schälte sich etwas hervor. Er konnte sehen, wie das Bein der Frau abgetrennt wurde. Als sie stürzte und die Hand in seine Richtung hob, setzte er sich unbedacht in Bewegung. Weit kam er nicht, weil er aufgehalten wurde, was ihm vermutlich ebenso das Leben rettete. Die schreiende Stimme der Frau fraß sich in sein Kopf. Ihr Körper wurde zerstückelt als wäre sie ein Stück Kuchen den man mit Leichtigkeit teilen konnte. Leicht verstört von diesem Anblick, stand Charlie für einen Moment einfach da. Sein Gehirn nahm nichtmals auf, dass Alice gerade wirklich gestorben war. Das Adrenalin pulsierte durch seine Adern. Als man ihn ansprach reagierte er erneut mit leichter Verzögerung. Sein Blick wanderte zu dem Mann, der ihm erklärte, dass er auf das Armband achten sollte. Langsam blickte Parker hinab auf sein Handgelenk. "Was?"
Nachdem man ihm erneut den Satz wiederholte, sah er wieder auf dieses runter. In den nächsten Minuten zwang er sich förmlich dazu, dass er sich wieder fassen musste. Auch wenn Alice Schrei nach wie vor in seinen Ohren klingelte und die Bilder wie ein Daumenkino immer wieder sich wiederholten, versuchte er den Anweisungen der drei Leute zu folgen. Einer der beiden stützte den Mann, weil er mit jedem weiteren Schritte immer schwerfälliger wurde. Auf Fragen hatte er fast gar nicht mehr reagierte. Zwischendurch gab er Mal ein bestätigendes Brummen, aber die restliche Kraft ging dafür drauf sich weiter zu schleppen. Wie er den Weg schaffte, wusste er nicht.
In der Bunkeranlage angekommen, sank der Soldat dann mehr oder weniger auf die Liege zusammen. Sein Blutdruck hatte sich innerhalb kürzester Zeit verabschiedet. Ein paar hektische Stimmen sprachen um ihn herum. Jemand leuchtete ihm in die Augen, stellte fragen und wartete auf seine antworten. Auf die meisten antwortete er mit seinem Namen, auch wenn es vielleicht keinerlei Sinn ergab.
Wie viel Zeit tatsächlich verging bis er wieder wach war, wusste Charlie nicht. Als er seine Augen öffnete, fügte sich nur langsam eine verschwomme Umgebung zusammen. Sein Kopf pochte dumpf, aber er hatte keine Schmerzen. Irgendjemand hatte ihn aus der dreckigen Kleidung geschält, während der Rest von einer Decke bedeckt wurde. Langsam drehte er den Kopf zu Seite und blickte sich um. Wo zum Teufel war er?

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Re: Welcome to Hell

Beitrag von Sayo am Sa Apr 21, 2018 12:31 am

Es war wirklich nicht alltäglich, dass hier ein Shuttle oder sonstwas, was von der neuen Erde kam abstürzte und damit Frischfleisch für die Screamers brachte. Aber es war nichts außergewöhnliches, nichts was die Menschen im Bunker übermäßig aufregte und in aufruht versetzte. Vier Leute konnte man bergen, die anderen waren schon beim Absturz gestorben, oder starben bei der Bergung. Die Frau war die Einzige, die den Screamers zum Opfer fielen, immerhin ein schlechter tag für die Maschinen.
Ein Arzt hatte sich um den verwundeten Major gekümmert, ihn Schmerzmittel gegeben und erstmal zu sich kommen lassen. Seine Uniform war mit Blut besudelt und vom Absturz stark verdreckt. Außerdem musste sie zur Behandlung aufgeschnitten werden, so dass er nun nackt auf der Liege lag und vor sich hin döste. Da man den Neuen aber auch nicht nackt lassen konnte, hatte man ihm einen Stapel Klamotten bereitgelegt.
Der Bunker bestand aus mehreren kleinen Zimmern, die als Schlaf- und Privaträume dienten. Das Leben selbst spielte sich aber im Herzen des Gebäudes ab, jenem Bereich, der mehrere 100qm groß war, der keine Türen hatte und in dem mehrere Tische mit Stühlen, Monitore und Menschen anzutreffen waren. Ryanna saß kippelnd an einem Tisch, an dem drei Männer gerade Karten spielten. Ihre Augen waren geschlossen und in ihrem Schoß lag noch immer das Gewehr, dass man ihm vorhin überlassen hatte. Hier drin waren sie alle weitestgehend sicher, zumindest glaubten das alle, dabei war der Feind längst unter ihnen.
Die junge Frau dachte an den Major und seine Crew, die vermutlich von der Erde kamen oder eben gerade dahin wollten. Sie versuchte sich vorzustellen, wie es dort war und wie die Menschen dort lebten. Aber immer wieder baute sich nur das Bild dieser Welt hier auf, immerhin kannte die Screamer garnichts anderes. Leicht wippte sie in ihrer kippelnden Bewegung und lauschte mit geschlossenen Augen den Gesprächen, die sich immer wieder mischten. Ihre Füße lagen auf der Tischkante, so dass sie das Gleichgewicht halbwegs halten konnte. Der Captain hasste es, wenn achtlos mit dem Inventar umging, immerhin konnte man hier nicht mal eben neues kaufen. So in Gedanken bemerkte sie garnicht, dass der Neue sich näherte und bereit war, seine neue Heimat kennenzulernen.

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Re: Welcome to Hell

Beitrag von Admin am Sa Apr 21, 2018 12:51 am

Ein Blick unter seine Decke zeigte, dass er nackt war. Im ersten Moment erschien ihn der Gedanke etwas seltsam, dass man ihn entkleidete und behandelt haben musste. Charlie richtete sich langsam in eine aufrechte Position und hielt die Decke vor seine Blöße gedrückt. Das Schmerzmittel wirkte noch seine Wunder und hinterließ in seinem Kopf nur eine gellende Benommenheit. Er starrte blinzelnd an die gegenüberliegende Betonwand und rieb sich mit den Fingern kurz über die Stirn hinweg. Dabei berührte er ein Heftpflaster unter dem eine genähte Kopfverletzung ruhte. Seinen Arm hatte man in eine Schlinge gezwungen, damit er ihn nicht unnötig bewegte. Im ersten Moment fragte er sich, ob er nun nackt die Umgebung begutachten musste bis ihm der Stapel Kleider auffiel. Zunächst nahm er sich die Militärhose und zog sie über. Seinen Arm bekam er allerdings nicht durch das T-Shirt, sodass er sich eine Cargofarbende Jacke erst einmal über die Schultern legte. Dann ging er die ersten Schritte langsam los. In seinem Kopf pochte nach wie vor das Bild von Alice, wie sie zerrissen wurde. Er fragte sich, ob sie Schmerzen gehabt hatte. Gedankenverloren trat er in die große Halle und zuckte zusammen als er einen Schrei hörte. Zuerst glaubte er daran, dass es ein Schmerzensschrei war bis ihm auffiel, dass es sich hierbei um Kindergeschrei handelte. Charlie atmete tief durch die nase und rieb sich mit zwei Fingern über die Stirn hinweg. Das Ganze sah hier wie ein Bunker aus. Gleichzeitig fragte er sich derzeit, wo sich solche Bunker sonst noch befinden konnten. Jeden Schritt den er tat, verfolgte ein Bewohner mit den Augen. Sie misstratuen ihm noch, was aber auch verständlich war.
Von weiten vernahm er dann eine Frau, die kippelnd am Tisch saß . Es war genau jene Frau, die vorhin Kampfgeschehen bei gewesen war. Parker stellte sich langsam an den Tisch.
"Danke für die Rettung", wandte er sich zuerst an sie heran. Dann wandte er sich auch zu dena nderen und nickte ihn zu. "Danke."
"Können Sie mir jetzt erklären was los ist? Was ist das hier? Wo sind wir hier? Welcher Planet?"

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Re: Welcome to Hell

Beitrag von Sayo am Sa Apr 21, 2018 5:30 pm

Die neue Erde. Diese Gedanken ließen die junge Frau einfach nicht los. Ob es dort auch Schnee gab? Ob die Menschen dort auch in solchen Gemeinschaften lebten, wie sie hier? Oder war das Leben anonymer und damit auch etwas freier? Mal eben rausgehen, spazieren und den Sonnenuntergang genießen, dass ging hier nicht. Zwar verhinderte das Armband einen Screamerangriff, aber wenn es ausfiel, oder man zu lange der Strahlung ausgesetzt war, dann war ganz schnell Schluss mit lustig. Gut, letzteres konnte Rynanna ja nun nicht wirklich gefährlich werden und der Herzschlag in ihrer Brust war auch nicht echt, sondern nur über ihren CPU eingespielt und steuerbar. Neuere Modelle an Screamern konnten ihr allerdings durchaus gefährlich werden, denn im Gegensatz zu den leichtgläubigen Menschen, erkannten sie sie sofort als das, was sie wirklich war. Bedauerte Ryan das? Manchmal ja. Sie war eigentlich in diesen Bunker gekommen, um das Leben hier auszulöschen und einen Weg zur neuen Erde zu suchen, doch ihr Vorhaben hatte sich geändert, sie hatte die Bewohner und ihre Weisen kennengelernt und irgendwie mochte sie die Sterblichen inzwischen. Sie konnte sich in die Gemeinschaft einbringen und auch wenn sie unter falscher Identität und mit jeder Menge Lügen lebte, fühlte sie sich doch zugehörig.
So in Gedanken versunken döste die junge Frau scheinbar ein und die wippende Bewegung des kippelten Stuhls erstarb. Noch konnte sie das Gleichgewicht so halten, doch je änderte sich das, als sie wie aus dem Nichts heraus angesprochen wurde und sie dermaßen erschrak, dass ihre Füße sich kurz von der Tischkante lösten und der Stuhl so nach hinten kippte.
Mit einem Schrei landete die Dunkelhaarige auf dem Boden und nach einer kurzen Schrecksekunde musste sie doch gellend lachen. Ein dummer Moment, der für den Major wohl so wirken musste, als hätte er ihr den Schreck des Lebens verpasst.
„Gute Morgen, Major.“, begrüßte sie ihn, auch wenn die Tageszeit nicht sehr passen war. Seinen Namen hatte sie sich in den Wirren da draußen nicht gemerkt, zumal ja garnicht feststand, ob er es bis in den Bunker schaffte. Noch während sie sich wieder aufrappelte musterte sie ihn bereits durch die offene Jacke, die er aufgrund des verbundenen Armes nicht richtig anziehen konnte.
„Bedanken sie sich nicht. Hätten wir sie gelassen, währen sie jetzt wohl Screamerfutter, wie ihre kleine Freundin da.“ Mit einem kurzen Nicken deutete sie zu einem großen Tor, hinter dem die karge Außenwelt lag, wo seine Kameradin zerstückelt und verschleppt wurde. „Kein schöner Anblick, ich weiß. Aber so wissen sie wenigstens gleich, dass wir hier keine Scherze machen.“ Wie bei ihrer ersten Begegnung nahm Ryanna auch jetzt einfach sein Handgelenk und blickte auf das Armband, dass durch eine grüne LED signalisierte, dass es einwandfrei funktionierte. „Legen sie das Ding niemals längere Zeit ab. Und wenn doch, dann behalten sie es unbedingt in ihrer direkten Nähe. Nicht auf den Nachtschrank oder so, das reicht nicht. Die Viecher kommen überall rein und dann schleppen sie sie in vielen kleinen Teilen hier raus. Wäre schade drum.“ Lachend ließ sie die Hand des Soldaten wieder los und reckte ihm erstmal ihre Hand zur Begrüßung entgegen. „Ryanna Logan. Schön sie kennenzulernen. Herzlich willkommen auf der Erde. Schauen sie sich um und genießen sie den Aufenthalt hier, es wird wohl das letzten sein, was sie in diesem beschissenen Leben sehen werden. Das hier ist die Hölle, Sir!“ Warum sollte sie irgendwas beschönigen, dass war einfach nicht ihre Art, die sich im Laufe der Zeit hier entwickelt hatte.

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Re: Welcome to Hell

Beitrag von Admin am Sa Apr 21, 2018 6:54 pm


Der überraschte Schrei der Frau und der Sturz mit dem Stuhl ließen den Major für einen Moment blinzeln. Während ein paar Leute um sie herum darüber lachten, sah man auf seinem Gesicht keine große Veränderung. Man sagte ihm oftmals nach, dass er kein Humor besaß, obwohl das nur bis zu einem bestimmten Maß stimmte. Nachdem sich die Frau wieder aufrappelte, stieß er leise die Luft hervor. Ihren musternden Blick nahm er durchaus wahr, aber machte sich zunächst nichts daraus. Sie würde nur einen gut trainierten Bauch sehen. An der linken Herzseite konnte man 15 Schnitte hintereinander sehen. Wie eine Strichliste, die man sich in die Brust geschnitten hatte.

Es war also morgens?
"Morgen? Wie spät ist es?", erkundigte er sich rasch. Laut ihres Absturzzeitpunkt wäre es auf der Raumstation "Xcelsium" früher Mittag gewesen. Allerdings tickte hier die Uhr etwas anders. "Wie lange war ich bewusstlos?" Das würde vermutlich mehr Aufschluss darüber geben, wie spät es eigentlich jetzt war.
Die Mimik von Charlie verdunkelte sich für einen Moment einwenig.
"Ich bin Major der U.S. Luftwaffe. Ich weiß, dass Warnungen in einem Kriegsgebiet kein Scherz sind", brummte er einwenig verstimmt. Er hätte auch ohne den Verlust von Alice verstanden, dass er aufpassen musste. Für einige Sekunden überlegte er sogar, ob er der Frau nicht sagte, dass Alice Schwanger war. Allerdings würde das nur unnötige Fragen aufwerfen, sodass er zunächst einmal kein Wort darüber fallen ließ. Wahrscheinlich würde es die Menschen hier nicht interessieren. Sie kannten die Soldatin nicht. Zugegeben kannte der Offizier die Frau auch nicht richtig.

Seine Augen richteten sich langsam wieder auf das Armband, dass er laut der Frau nicht ablegen sollte. Noch verstand er nicht, was diese "Screamers" waren. Auf seinem Planeten gab es diese Wesen nicht und das Militär hatte dafür gesorgt, dass solche Sichtungen aus ihren Büchern gestrichen wurde.
"Ich werde es berücksichtigen... das Gerät nicht abzulegen", bestätigte er dann langsam und mit einwenig steifer Stimme. Noch wusste er derzeit nicht, ob er den Leuten hier trauen konnet oder nicht. Natürlich retteten sie ihn vor dem Tod, aber das bedeutete noch nicht, dass er ihnen wirklich vertrauen konnte.
Als Ryanna dann die Erde namentlich erwähnte, starrte er für einen Moment die Frau an als wäre sie verrückt.
"Die Erde? Die Erde wurde doch zerstört?", wiederholte er genau das, was man ihm einbläute. "Die Erde mit dem Mond?" Sein Blick wanderte nun erneut herum und er rieb sich langsam mit der Hand durch die Haare hindurch. Dann fasste er sich relativ zügig.
"Ich denke, dass meine Leute nach mir suchen werden."
Vermutlich würden sie das tun, aber der Sonnensturm hatte ihre Position so sehr verändert, dass sie in einen Sektor flogen, dass für normale Flugsysteme normalerweise blockiert wurde. Man sprach von verseuchten Gebiet.
"Wie viele Leben auf der Erde?", fragte er dann. Es dämmerte ihn nur sehr langsam, dass hier etwas größer vorgehen musste. Der Rat der Nationen, der eine ganze Zivilisation aufgab um im Weltraum zu Leben.

Die Gesichtsfarbe des Majors hatte sich inzwischen verflüchtig. Das lag nicht unbedingt an der Nachricht, dass die Erde noch existierte. Es war mehr die Tatsache, dass er noch nicht ganz fit war.
"Ich brauche meine Ausrüstung um das andere Wrackteil zu finden, um ein Notsignal abzusetzen." In seinem derzeitigen Zustand würde er vermutlich nur knapp 4 km zurücklegen, bevor er zusammenklappte.

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Re: Welcome to Hell

Beitrag von Sayo am So Apr 29, 2018 1:36 pm

Dem jungen Mann schien es inzwischen wieder ganz gut zu gehen, zumindest entnahm die Maschine dies seiner Stimmlage und seinem allgemeinen Auftreten. An seinem gutgebauten Körper kamen ihre Blicke allerdings nicht ganz vorbei. Man sah hier zwar viele Männer mitunter auch oben ohne, aber ein neuer Mann war wie immer ein faszinierender Anblick. Zumal der Altersdurchschnitt hier nicht gerade niedrig war, was wohl an den vielen alten Soldaten des Krieges lag. Ihre Körper hatten sich mitunter inzwischen der Trägheit hingegeben und so mancher Muskel wurde von einem Fettpolster verdeckt. Bei ihm hier war das aber noch nicht der Fall.
„Morgen. Abend. Was spielt das schon für eine Rolle?“, erwiderte sie genervt und blickte auf ihre Uhr. „Es ist 18Uhr 42. Also Abend. Sie waren in etwa 6 Stunden bewusstlos, aber das kann auch daran liegen, dass der Doc ihnen ein Beruhigungsmittel gegeben hat um ihre Wunden nähen zu können.“ Den medizinischen Behandlungen wohnte Ryanna eigentlich nie bei. Sie hatte es nicht so mit Blut, Wunden und Operationen. Ihr lagen eher die technischen Dinge, wo sie sich mit Freuden einbrachte. Zum Beispiel die Reste seines Schiffes, die schon in Kürze hier in den Bunker verbracht werden dürften. Daran rumzuschrauben und alles nützliche weiterzuverwenden, dass weckte ihr Interesse. Vielleicht gab es irgendwann die Möglichkeit aus den Trümmern abgestürzter Shuttle ein neues Transportmittel zu gewinnen, darauf hofften hier so ziemlich alle.
„Kriegsgebiet? Gehts noch?!“, reagierte die Dunkelhaarig ein wenig ungehalten. „Der Krieg ist lange vorbei. Wir haben nicht mehr die Kraft zu kämpfen und inzwischen hat hier auch jeder verstanden, dass es nicht mehr nur um die Aliance oder den NEB geht. Verdanmmt, die Dinger da draußen sind unser Problem. Und ich mag bezweifeln, dass sie das mit irgendeinem ihrer Kriege vergleichen können.“ Ryanna war nicht auf den Mund gefallen, wie man deutlich merkte. Major hin oder her, hier waren Ränge Nebensache, daher bekam er genauso viel - oder wenig - Respekt, wie jeder andere.
Immerhin gab er sich einsichtig und nahm ihre Worte scheinbar an. Dann langsam dämmerte ihm auch, was er bereits an Informationen erhalten hatte, was Ryan zu lachen brachte. „Ja, DIE Erde. Wir haben die Sonne und den Mond. Wir haben die Alpen und die Rocky Mountains. Wir befinden uns hier ungefähr 10km westlich vom einstigen New York, also wenn sie einen Ausflug planen…. Sightseeing ist aber nicht mehr lohnenswert.“ Sie kannte die Umgebung wie ihre Westentasche und würde den Mann vermutlich auch begleiten, wenn er irgendeinen Ausflug plante. Allein schon, weil die Erde eben nicht mehr so friedfertig und harmonisch wie früher war.
„Hier im Bunker sind wir 32…. jetzt 33 Leute. Wieviele Bunker genau es noch gibt, weiß ich nicht. Angeblich gibt es auch Zivilisten, die sich in den Untergrund verzogen haben. Keine Ahnung wie die sich vor den Screamern und der Strahlung schützen. Vielleicht ist das auch nur ein Märchen. Also: Keine Ahnung, wieviele Menschen hier noch genau leben. Vielleicht 100, vielleicht 1000. Vielleicht sind wir aber auch die Letzten.“ Ein gleichgültiges Zucken mit den Schultern folgte ihren Worten. Auch wenn sie über wirklich viele Informationen verfügte, diese Zahl konnte sie beim besten Willen nicht benennen. Es gab NEBs und es gab Alliance-Leute. Aber wieviele an der Zahl? Das wusste vermutlich niemand. Nur an die Sache mit den Zivilisten, daran glaubte sie definitiv nicht.
„Ihr Schiff wird bereits geborgen und hergebracht.“, versichterte sie mit einem kurzen Nicken. DIe Aussicht, dass man ihn suchen und bergen würde war garnicht so schlecht und versprach für alle hier wieder ein Fünkchen Hoffnung.

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Re: Welcome to Hell

Beitrag von Admin am So Apr 29, 2018 9:12 pm

Die Augen des Majors wurden schmall als er den genervten Unterton der Frau hörte. Für ihn spielte es sehr wohl eine Rolle, wie lange er bewusstlos war.
"Es spielte eine Rolle für das Leben der anderen Besatzungsmitglieder. Es könnten schwerverletzte dabei sein", antwortete er ihr mit einem leicht harschen Unterton. Allerdings fasste er sich schnell wieder. Er war kein Mann von Impulsivität. Eher jemand der von Ruhe durchzogen wurde.
Mehr überraschend kam die ungehaltene Art der Frau als er erklärte, dass sie sich hier in einem Kriegsgebiet befanden. Der Major rieb sich langsam über seine kurz rasierten Haare am Hinterkopf und runzelte die Stirn.
"Aha", sagte er langsam und blickte sich kurz etwas ratlos um. "Man kann aber nicht gerade davon sprechen, dass Sie friedlich hier Leben, wenn Sie sich verstecken müssen", erwiderte er in einem fast nüchternen Tonfall. Weiter hakte er auf diesem Umstand aber nicht rum. Es schien ihn fast zu faszinieren, dass er tatsächlich die Erde gefunden hatte. In den Aufzeichnungen war oft die Sprache davon gewesen, dass sie längst zerstört wurde und nicht mehr existierte. Er fuhr sich durch die Haare, berührte aber dabei die Stelle an dem er genäht wurde und zuckte einwenig zusammen. Sein Gesicht verzog sich ein kleinwenig mehr. Die Realität war wohl keine Geschichte. In dem Kopf des Majors spielten sich gerade eine Menge Fragen ab. Wieso sollte man behaupten, dass der Planet zerstört war? Das er nicht mehr existierte? Was für Gründe gab es dafür? Immerhin lebten Menschen hier... und so wie es klang sogar einige mehr. Erneut ließ Parker seine Augen umher wandern. Einige neugierdige Blicke trafen ihn. Er sah sogar Frauen die miteinander tuschelten. Der Kiefer von Charlie spannte sich kurz an und er drehte sich leicht steif wieder der sprechenden Frau zu.
"Es ist nur ein Teil des Schiffes. Es sei denn sie haben den Rest davon gefunden?", fragte er. "Und wenn dem so ist, dann haben wohl nicht sehr viele überlebt." Für einen kleinen Augenblick sah er wieder das Bild von Alice, wie sie auf ihn zurannte. Warum rannte sie überhaupt sofort zu ihm? Sie hatte ihn gehasst! Warum also ausgerechnet sofort zu ihm?
Parker fuhr sich kurz über den schmerzenden Schädel hinweg. Ein sanftes Pochen hatte sich in diesem breit gemacht. Man sah ihm nicht an, dass ihn etwas mitnahm, dafür wirkte sein Gesicht zu regungslos.
"Habt ihr noch mehr Ausrüstung von mir mitgenommen? Ich brauche meine Waffe", erkundigte er sich dann. Auch wenn er längst nicht im geeigneten Zustand war, dass er rumspringen konnte, so wollte er so schnell wie möglich hier weg. Er würde sich deswegen sofort auf den Weg machen seine Leute zu suchen und dann ein Notsignal abzuschicken! "Und könnt ihr mir etwas über die Screamer sagen? Schwachpunkte? Besonderheiten? Worauf muss ich zielen, wenn sie mich angreifen?"


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